Als Freischreiber:innen Österreich kämpfen wir für bessere Bedingungen für freie Journalist:innen!
Das ist bitter nötig, denn …
- Die meisten freien Journalist:innen zählen zu den sogenannten “working poor” – trotz Vollzeitarbeit leben sie unterhalb der Armutsgrenze.
- Laut Erhebungen der Freischreiber:innen Deutschland und des Deutschen Journalisten Verbands (DJV) liegen die Durchschnittshonorare von Freien bei rund 1.600 Euro monatlich. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt für einen Ein-Personen-Haushalt bei 1.661 Euro monatlich.
- Als sogenannte “Neue Selbständige” werden wir weder von der Gewerkschaft noch von der WKO vertreten. Bei Kollektivvertragsverhandlungen sitzen wir nicht mit am Tisch – dementsprechend niedrig sind die kollektivvertraglichen Honorare. Es liegt an uns, für unsere Interessen einzustehen!
- Während die Preise für Miete, Heizung, Lebensmittel und Transport massiv angestiegen sind, wurden die Honorare in den vergangenen Jahren in den seltensten Fällen an die Inflationsrate angepasst.
- Der aktuelle Sparkurs in den Redaktionen trifft uns Freie besonders hart: Aufträge werden weniger, Redaktionen kündigen jahrelange Zusammenarbeiten auf. Doch im Gegensatz zu unseren fixangestellten Kolleg:innen haben wir als Selbständige kein soziales Sicherungsnetz. Werden Honorare und Aufträge weiter gekürzt, stehen wir vor dem buchstäblichen Nichts!
- Wir sind unverzichtbar! Wir sind es, die Reportagen von entlegenen Orten liefern, langjährige Expertise zu Nischenthemen mitbringen und für Investigativrecherchen monatelang durch Akten wühlen. Ohne uns blieben viele Zeitungsseiten und Sendeplätze leer und zahlreiche Missstände unentdeckt. Doch damit wir weiterhin unsere Arbeit machen können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen!
Als Freischreiber:innen Österreich fordern wir:
- Honorare, von denen man leben kann. Wir fordern - wie in vergleichbaren Branchen üblich - Tagessätze von mindestens 400 €!
- Keine öffentlichen Gelder (Förderungen oder Inserate) an privatwirtschaftliche, profitorientierte Medien, die ihre Freien nicht mindestens nach Kollektivvertrag bezahlen! In jeder anderen Branche sind soziale Mindeststandards als Voraussetzung für öffentliche Gelder eine Selbstverständlichkeit, aber im Journalismus werden Medien mit Millionen gefördert, die Freie für wenige Euro pro Stunde beschäftigen.
Machen wir gemeinsam Druck! Jetzt Mitglied werden – bzw. Mitglieder werben: https://freischreiber.at/freischreiberin-werden
Erzähl uns von deinen Arbeitsbedingungen und Honoraren! Am besten per E-Mail an vorsitz [at] freischreiber.at. Je mehr wir wissen, umso besser können wir (ver)handeln.