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Freischreiben: Wunsch und Wirklichkeit. Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Freelancertums

Was sind die Vor- und Nachteile des Freelancertums? Was bedeutet freier Journalismus und worauf muss man achten? Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen und an welche Stellen kann ich mich wenden, wenn ich Infos und Unterstützung benötige?

Seit Jahren klären wir Freischreiber die Studierenden der FH Wien darüber auf. Auch heuer geben Sonja Bettel und Astrid Kuffner am 26.2.2020 einen Einblick in das Leben und Überleben als freie Journalist*innen. 

 

Süßes und Saures – Die Reaktion der Preisträger

Natürlich haben wir den Preisträgern unserer sauren Auszeichnungen die Möglichkeit gegeben, ein Statement zu ihrem Preis und unserer Jury-Entscheidung abzugeben. Diese Reaktionen möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten, hier sind sie:

Maximilian Schulyok, Geschäftsführer der bz-Wiener Bezirkszeitung, äußert sich zum sauren Preis:

"Herzlichen Dank für die Benachrichtigung, die wir so zur Kenntnis nehmen."

Rainer Nowak, Chefredakteur, Herausgeber und Geschäftsführer der "Presse", meint zum süß-sauren Preis:

„Süßes“ für den Chefredakteur von e-media, Goran Miletic

Fotocredit: Nini Tschavoll

„Smarter leben“ ist das Motto des Magazins e-media aus der VGN Medien Holding, das seine Leserinnen und Leser monatlich mit Tests, Tipps und Hintergrundberichten aus der digitalen Welt informiert. „Wertschätzende Zusammenarbeit leben“ ist das Motto des Chefredakteurs des Magazins e-media, welches er Monat für Monat mit seinen vorwiegend freien Journalistinnen und Journalisten unter Beweis stellt.

 

Süß-saurer Preis für „Die Presse“

Fotocredit: Nini Tschavoll

„Wo „Die Presse“ draufsteht, ist Qualität drinnen.“ So lautet einer der Leitsprüche, mit denen die Tageszeitung für sich und ihren „unabhängigen Qualitätsjournalismus mit internationalem Anspruch“ wirbt. Doch wie entsteht journalistische Qualität? Durch hervorragende JournalistInnen, die viel Zeit, Aufwand und Expertise in ihre Geschichten stecken. Wie fast alle Medien setzt auch die Presse auf viele freie JournalistInnen. Wert ist der Presse diese Qualitätsarbeit, die von uns Freien geliefert wird, offensichtlich (fast) nichts.

„Saures“ für die bz – Wiener Bezirkszeitung

Fotocredit: Nini Tschavoll

In einer Stellenausschreibung der bz – Wiener Bezirkszeitung heißt es: „Die bz – Wiener Bezirkszeitung ist DAS Medienunternehmen für lokale Nachrichten. Wir sind Teil des Netzwerkes der Regionalmedien Austria AG – ein österreichweiter Arbeitgeber in einer spannenden Branche mit interessanten Tätigkeitsfeldern.“

„Es gibt kein Verkäufer-Gen“

Verkäufer*in ist einer der schönsten Berufe der Welt – das behaupten zumindest die Verkaufsexperten Gerhard Feiler und Gernot Krickl von wir-sind-verkauf.com. Viele freie JournalistInnen haben andere Erfahrungen gemacht: Akquise ist mühsam, aufwendig und oft erfolglos. Manche Frage trauen sich gar nicht nach einem höheren Honorar zu fragen. Freischreiberin Alexandra Rotter hat Feiler und Krickl gefragt, was freie JournalistInnen von guten Verkäufer*innen lernen können. Daraus wurde eine dreiteilige Interviewserie.

„Ich denke mir immer, es wird schon gehen“

Bericht vom Freischreiber-Stammtisch mit Ralf Leonhard

Wer sich für Lateinamerika interessiert und regelmäßig Radio Ö1 hört oder gerne die Auslandsberichte in der taz list, kennt ihn wahrscheinlich: Den freien Journalisten Ralf Leonhard. Am 30. Oktober 2019 war er beim Freischreiber-Stammtisch zu Gast und erzählte aus seinem bewegten beruflichen Leben.

Zwei Freischreiber-Mitglieder erhalten ÖAW-Stipendien

Erstmals vergibt die Österreichische Akademie der Wissenschaften vier Stipendien für Wissenschaftsjournalismus, um JournalistInnen die Möglichkeit zu geben, sich vertieft mit wissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen – ohne zeitlichen und finanziellen Druck. Wir freuen uns, dass die Stipendien an vier freie JournalistInnen – Valentine Auer, Benjamin Breitegger, Uli Jürgens und Katharina Kropshofer – vergeben wurden.

Vergessen Sie die Lipizzaner!

"Vergessen Sie die Lipizzaner", meint zumindest Freischreiber Georg Renöckl. Wiens wahres Wappentier sei die Weinbergschnecke. Und passt nicht ein derb daherraunzender Beschwerdechor viel besser zum herben Charme dieser Stadt als süße Sängerknaben? Georg Renöckl führt uns in seinem Buch „Wien abseits der Pfade“ in die verborgenen Winkel und hinter die Touristenkitsch- Fassaden der Millionenstadt an der Donau.

"Steigen Sie in den Zug und fahren Sie Vollgas los"

Anja Malensek war am 7. November 2018 auf einem Freiticket der Freischreiber Österreich beim 20. Journalistinnenkongress in Wien mit dem Thema „20 Years ago - 20 Years ahead“. In ihrem Bericht beschreibt sie, welche Chancen der Besuch gerade für freie Kolleginnen bietet.

Schade, dass es den Journalistinnenkongress nur einmal im Jahr gibt. Es ist eine der motivierendsten Veranstaltungen, die mir bekannt sind. Das Gefühl, verstanden zu werden und ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, ist dort unverkennbar.

Coworking-Umfrage!

Zu Hause im Pyjama am Laptop zu arbeiten kann an vielen Tagen sehr angenehm und entspannend sein. Vielen von uns fällt aber zwischendurch die Decke auf den Kopf. Was fehlt, ist der tägliche Austausch mit KollegInnen, frische Impulse durch eine andere Arbeitsumgebung oder die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten neue Projekte zu starten.

Wir möchten von dir gerne wissen, wie und wo du arbeitest und was du an deiner derzeitigen Situation gerne ändern würdest.

Zertifikatskurs Digitaljournalismus am FJUM: Was ich persönlich mitnehme

Journalistisches Arbeiten ist und wird immer mehr digitales Arbeiten. Dafür brauchen Journalist*innen das dementsprechende Rüstzeug. Der Zertifikatskurs Digitaljournalismus am fjum will dieses zur Verfügung stellen. Die Bandbreite reicht dabei vom crossmedialem Storytelling, über die Online-Recherche bis hin zum Mobile Reporting. Im Oktober 2018 startet der nächste Lehrgang. Die zwei Absolvent*innen und Freischreiberinnen Anita Arneitz und Katharina Kunz erzählen von ihren Erfahrungen.

Eltern sein dagegen sehr

Als freie Journalistin und Mutter habe ich viele Bälle in der Luft. Zwei davon sind noch kleine rohe Eier. Ich will es nicht dramatisieren, weil es zum Leben gehört. Man hat einen Beruf und man wird Eltern. Ich rate aber davon ab, Kinderbetreuung und Job ganz alleine stemmen zu wollen. Das Rabenmutter-Gerede geht mir am Arsch vorbei. Für mich klappt es mit Organisation, Netzwerk und Nervenkraft.

RiffReporter: neues journalistisches Publizieren

Christian Schwägerl, Wissenschafts- und Umweltjournalist aus Deutschland, hatte diese wunderbare Lebensgemeinschaft von Korallen, Schwämmen, Krebstieren und Fischen vor Augen, als er gemeinsam mit Tanja Krämer und anderen MitstreiterInnen eine Plattform für das freie journalistische Publizieren entwickelte. So ist der Name RiffReporter entstanden. Eine Plattform, auf der freie JournalistInnen eigene thematische "Magazine" bzw. Schwerpunkte gründen können, wie z.B. über Vogelbeobachtung (Flugbegleiter), Klimaforschung (Klima social), Museen (Debatte Museum), Weltraum (Die Weltraumreporter) und viele mehr.